Wissenschaft von der Affektivität gemäß Frans Veldman

Haptonomie ist die Wissenschaft von der Affektivität Sie wurde in den 60er Jahren von Frans Veldman (1921-2010) als Pionier auf diesem Gebiet entwickelt. Ausgangspunkt sind seine Erfahrungen im Konzentrationslager und rüttelt in den 80er Jahren die Sichtweise auf die Schwangerschaft und den Geburtsvorgang auf (siehe auch “Der Säugling ist eine Person”, Film von Bernard Martino, 1984). Dabei legt er den Fokus darauf, dass die Eltern bereits ab der Konzeption und während der Schwangerschaft mit ihrem Baby eine Bindung bilden können.

 

Für Frans Veldman überragt die Affektivität unsere physischen und physiologischen Fähigkeiten, wie Dominique Decant-Paoli sagt (1),(Vorsitzende des CIRDH bis 2019). Frans Veldman beobachtet - während und nach dem Zweiten Weltkrieg -, dass einem Menschen mithilfe einer “affektiven” und Sicherheit vermittelnden Präsenz beim Aufbau eines Sicherheitsgefühls geholfen werden kann (sei er krank, verwundbar, geschwächt o. a. …).

Es ist diese Präsenz, die seinen Lebensantrieb und all seine Potenziale erweckt.

 

(1) Nach D. Decant-Paoli und A. Sobocinski, In L’haptonomie, Au contact de la vie, dans Sens et Santé, Ausgabe N° 6, Jan./Feb. 2018)

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Links zum Thema  Haptonomie

Über das CIRDH und die Haptonomie

​Die Haptonomie in Videos oder im Radio

Vor- und nachgeburtliche Haptonomie

 


Weitere Anwendungen der Haptonomie 

 

Die Haptonomie - oder die Wissenschaft von der Affektivität - ist in Deutschland noch wenig bekannt. In Frankreich ist sie häufig bekannt für die Anwendungen rund um die Geburt. 

Doch hat die Haptonomie verschiedene Anwendungsgebiete. Sie ist angezeigt für alle Altersgruppen und steht für eine sensible und subtile Kommunikation zur Verbesserung des Wohlseins in der Tiefe.

  • Vor und nach der Geburt:  Vor- und nachgeburtliche Haptonomie

  • Für Physiotherapeuten oder Osteopathen bei der Arbeit mit körperlichen Behinderungen oder chronischen Schmerzen: Haptosynesie

  • Für Pflegepersonal: Klinische Kinesionomie

  • Während der Geburt / während der Entbindung: Geburtshilfliche Haptonomie

  • Frühe Kindheit (0 bis 18 Monate): Haptonomie im Säuglingsalter

  • Vom Kleinkindalter bis zur Pubertät:  Haptopädagogik

  • Psychoaffektive Gesundheit: Haptopsychotherapie

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